Archive for the 'Technikutopien' Category

Towards a culture of tapping

Saturday, May 8th, 2010

Chuck Hollis on what the iPad did to his family: http://chucksblog.emc.com/chucks_blog/2010/05/what-ipads-did-to-my-family.html

Large Hadron Rap

Monday, September 15th, 2008

Dieses, von eifrigen CERN-Mitarbeitern entwickelte, Video, erfreute sich, kurz vor dem Start des Teilchenbeschleunigers in der letzten Woche, großer Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist das Experiment in Genf, bis auf eine Hacker-Attack, reibungslos angelaufen und der Untergang der Welt muss wohl wieder einmal verschoben werden.

The Trons

Saturday, June 21st, 2008

Normalerweise warne ich immer, wenn es bei einem Video sinnvoll scheint die Boxen vorsichtshalber etwas leiser zu drehen. In diesem Fall gilt aber die gegenteilige Empfehlung: Dreht die Boxen auf und lauscht den Trons. Ham (Gesang und Gitarre), Wiggy (Gitarre), Swamp (Schlagzeug), Fifi (Keyboard) heizen ganz ordentlich ein. Auch eine Myspace-Seite hat die Band bereits. Viel Spaß!

Hologrammtechnologien

Friday, June 13th, 2008

Ende Mai erschien im Standard ein Artikel über die Hologrammtechnologie der Firma Telstra, die sich wohl vor allem durch ihre Fähigkeit zur Live-Übertragung auszeichnet. Youtube hostet ein Video der Telstra-Präsentation. Dieses ist zwar ein wenig undeutlich und nicht sonderlich spannend, fokussiert aber auf den baldigen Einsatz der Technologie, erwartete Marktreife in etwa 4-5 Jahre, in Wirtschaftsbetrieben. Die Telstra-Aussendung dazu findet sich hier.

Telstra verwendet für die Projektion eine Technologie namens Musion Eyeliner, die zwar nicht wirklich dreidimensionale Darstellungen ermöglicht, sondern durch den Einsatz von verschiedenen Folien und Spiegelungstechniken eine optische Illusion erlaubt, wie dieses Video auf der Webseite der Dimensional Studios zeigt. Trotzdem kommt es mitunter zu beeindruckenden Präsentationen. So sorgte das System bereits vor einigen Jahren für Aufsehen, als die Technologie bei den MTV Music Awards 2005 für einen Auftritt der Gorillaz eingesetzt wurde.

Weitere Videos in guter Qualität, die den Einsatz der Hologramm-Technologie zeigen, finden sich hier.

Das jedoch auch die Entwicklung “echter” 3D-Projektionssysteme voranschreitet, zeigt dieser schon etwas ältere Artikel des japanischen National Institute of Advanced industrial Science and Technology (AIST).

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 2

Wednesday, May 28th, 2008

Pioniere der Computerentwicklung und ihre Texte:

1945 wurde im Atlantic Monthly der Text As we may think von Vannevar Bush veröffentlicht. Bush gilt als Vordenker einer analogen Computertechnologie, vor allem sein Konzept für den Memex (kurz für: Memory Extender) konnte sich in das kulturelle Gedächtnis unserer Datenbanken einschreiben.

Der Radartechniker Douglas Engelbart ließ sich, während er in Vietnam stationiert war, von Bushs As we may think inspirieren und arbeitete in der Folge an Konzepten der Mensch-Computer Interaktion. Ähnlich wie Bush sah auch Engelbart die Notwendigkeit, den sich immer schneller weiterentwickelten Komplexitätsgrad von Information und Wissen mit neuen Lösungsansätzen zu begegnen. 1962 fasste Engelbart, dessen Name heute in erster Linie mit der Erfindung der Maus in Verbindung gebracht wird, seine Ansätze in dem Artikel Augmenting Human Intellect: A Conceptual Framework zusammen.

Alan Kay und Adele Goldberg veröffentlichten 1977 als damalige Mitglieder der Learning Research Group des Xerox Parc den Text Personal Dynamic Media (pdf). In dem Aufsatz wird das Interim Dynabook beschrieben, ein für jene Dekade verhältnismäßig kleiner Computer, bei dessen Entwicklung der leicht zu erlernende Umgang durch eine grafische Benutzeroberfläche im Mittelpunkt stand. Aufbauend auf der Programmiersprache Smalltalk schufen Kay und Goldberg eine intuitive Systemumgebung, die selbst von Kindern innerhalb kurzer Zeit zu erlernen war. Auch Apple wurde von den Visionen Kays und Goldbergs bei der Entwicklung des Apple Lisa und des Apple Macintosh beeinflusst.

Eine ausführliche Beschreibung dieser und anderer Wegbereiter der Computer- und Interfacegeschichte findet sich in Michael Friedewalds Der Computer als Werkzeug und Medium (Link Amazon).

Utopie, Bildphilosophie und die New Yorker Conference 2007

Tuesday, May 6th, 2008

Rudolf Maresch schreibt in der Suhrkamp Essaysammlung Renaissance der Utopie: Zukunftsfiguren des 21. Jahrhundert (Link Amazon), dass die Speerspitze des gesellschaftlichen Fortschritts und der soziokulturellen Evolution in jüngster Zeit nicht mehr von Schriftstellern, Komponisten und Malern getragen wird, sondern von Technowissenschaftlern: Programmierer, Softwaredesigner und Ingenieure verkörpern heute jenes Denken, das aus der Bahn springt. Utopien und Visionen der Neuzeit werden von anderen Akteuren geschmiedet als dies noch vor wenigen Dekaden der Fall war.

Die New Yorker Conference 2007, die vor etwa einem Jahr unter dem Titel “2012: Stories from the near Future” abgehalten wurde, bestätigt diesen Eindruck. Gaming: 2012, The Web: 2012 und Mobile Technology: 2012 so einige der klingenden Namen der abrufbaren Videos. Auch die anderen Beiträge können nicht umher, demTechnologisierungsgrad den unsere Umwelt mittlerweile erreicht hat Tribut zu zollen. Kollaboratives Handeln und computervermittelte Kommunikation sind hierbei Stichworte – auch bei Themen die eigentlich nicht unmittelbar mit Technik in Verbindung gebracht werden.

Lambert Wiesing unterscheidet in seinem Buch Artifizielle Präsenz (Link Amazon) vier Bildkategorien: Das starre Bildobjekt (Malerei, Fotografie), das Bildobjekt des Films (bewegt aber linear), das frei manipulierbare Bildobjekt der Animation und das interaktive Bild der Simulation. Diese Gliederung ist mit dem Gedanken verbunden, dass das eigentlich Neue an den neuen Medien die Interaktion, die Manipulierbarkeit des Bildes ist. In den virtuellen Realitäten geht es nicht mehr um Verweise, Referenzen und Bezugnahmen, sondern um die Herstellung einer kuriosen Art von Gegenständen – einer neuen Art von Gegenständen. Die artifiziellen Inhalte digitaler Computerinterfaces bekommen ihr eigenes Wesen, ihre eigene Physik und werden auf diesem Wege selbst zu eigenständigen Artifakten, die in ihrer Beschaffenheit über das bloße Abbild hinausreichen.

Welche Bedeutung dies in der Praxis haben kann, zeigt meiner Meinung nach dieses Video in dem Spore Erfinder Will Wright sein Gaming-Konzept vorstellt ganz gut. Es lohnt sich außerdem etwas Geduld zu haben und das Video zur Gänze anzusehen, da gerade auch in der Abschlussdiskussion einige der oben angesprochenen Aspekte auftauchen.

Lustiges Detail zuletzt: Wright verspricht am Ende des Clips, dass Spore noch Ende des Jahre (also Ende 2007) in den Läden stehen wird. Das aktuelle Erscheinungsdatum (Stand Mai 2008) wird derzeit mit September 2008 angegeben.