Archive for the 'Tutorium' Category

Hologrammtechnologien

Friday, June 13th, 2008

Ende Mai erschien im Standard ein Artikel über die Hologrammtechnologie der Firma Telstra, die sich wohl vor allem durch ihre Fähigkeit zur Live-Übertragung auszeichnet. Youtube hostet ein Video der Telstra-Präsentation. Dieses ist zwar ein wenig undeutlich und nicht sonderlich spannend, fokussiert aber auf den baldigen Einsatz der Technologie, erwartete Marktreife in etwa 4-5 Jahre, in Wirtschaftsbetrieben. Die Telstra-Aussendung dazu findet sich hier.

Telstra verwendet für die Projektion eine Technologie namens Musion Eyeliner, die zwar nicht wirklich dreidimensionale Darstellungen ermöglicht, sondern durch den Einsatz von verschiedenen Folien und Spiegelungstechniken eine optische Illusion erlaubt, wie dieses Video auf der Webseite der Dimensional Studios zeigt. Trotzdem kommt es mitunter zu beeindruckenden Präsentationen. So sorgte das System bereits vor einigen Jahren für Aufsehen, als die Technologie bei den MTV Music Awards 2005 für einen Auftritt der Gorillaz eingesetzt wurde.

Weitere Videos in guter Qualität, die den Einsatz der Hologramm-Technologie zeigen, finden sich hier.

Das jedoch auch die Entwicklung “echter” 3D-Projektionssysteme voranschreitet, zeigt dieser schon etwas ältere Artikel des japanischen National Institute of Advanced industrial Science and Technology (AIST).

Nachfolger von Windows Vista setzt auf Touch Screen

Thursday, May 29th, 2008

schon 2010 soll Betriebssystem von Windows mit Touch Screen Technologie kommen…

scannen0001.pdf –> ein Artikel aus dem heutigen Standard – NetBusiness Teil.

auf der Internet-Site von derStandard ist sogar ein Video dazu!

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 2

Wednesday, May 28th, 2008

Pioniere der Computerentwicklung und ihre Texte:

1945 wurde im Atlantic Monthly der Text As we may think von Vannevar Bush veröffentlicht. Bush gilt als Vordenker einer analogen Computertechnologie, vor allem sein Konzept für den Memex (kurz für: Memory Extender) konnte sich in das kulturelle Gedächtnis unserer Datenbanken einschreiben.

Der Radartechniker Douglas Engelbart ließ sich, während er in Vietnam stationiert war, von Bushs As we may think inspirieren und arbeitete in der Folge an Konzepten der Mensch-Computer Interaktion. Ähnlich wie Bush sah auch Engelbart die Notwendigkeit, den sich immer schneller weiterentwickelten Komplexitätsgrad von Information und Wissen mit neuen Lösungsansätzen zu begegnen. 1962 fasste Engelbart, dessen Name heute in erster Linie mit der Erfindung der Maus in Verbindung gebracht wird, seine Ansätze in dem Artikel Augmenting Human Intellect: A Conceptual Framework zusammen.

Alan Kay und Adele Goldberg veröffentlichten 1977 als damalige Mitglieder der Learning Research Group des Xerox Parc den Text Personal Dynamic Media (pdf). In dem Aufsatz wird das Interim Dynabook beschrieben, ein für jene Dekade verhältnismäßig kleiner Computer, bei dessen Entwicklung der leicht zu erlernende Umgang durch eine grafische Benutzeroberfläche im Mittelpunkt stand. Aufbauend auf der Programmiersprache Smalltalk schufen Kay und Goldberg eine intuitive Systemumgebung, die selbst von Kindern innerhalb kurzer Zeit zu erlernen war. Auch Apple wurde von den Visionen Kays und Goldbergs bei der Entwicklung des Apple Lisa und des Apple Macintosh beeinflusst.

Eine ausführliche Beschreibung dieser und anderer Wegbereiter der Computer- und Interfacegeschichte findet sich in Michael Friedewalds Der Computer als Werkzeug und Medium (Link Amazon).

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 1

Tuesday, May 27th, 2008

Sprachinterfaces gehören ja mitunter zu den großen Mythen der Interfaceentwicklung – oft versprochen aber immer noch nicht wirklich verbreitet – auch hierzu einige Beispiele: Michael Knight und KITT führen eine muntere Unterhaltung in diesem Knight Rider Ausschnitt – man beachte vor allem die Emotion in der Stimme des Knight Industries 2000. Dr. Louise Chini demonstriert uns dann in einem durchwegs amüsanten Video, wie Spracheingabe in Polizeiautos die Durchsetzung von Recht und Ordnung unterstützt. Abschließend zeigt uns ein bemühter Microsoft-Mitarbeiter, wie einfach es ist einen Brief an die Tante per Spracheingabe zu verfassen.

Bruno Latour unterscheidet im Rahmen der “Akteur-Netzwerk-Theorie” zwischen Akteuren bzw. Aktanten, jeweils bestehend aus Menschen UND Dingen. Weiters trifft der französische Soziologe eine Unterscheidung zwischen einerseits jenen Objekten, die als bloße Zwischenglieder in Erscheinung treten und andererseits Körpern, die als Mittler funktionieren. Zwischenglieder geben den jeweiligen Input unverändert weiter, Mittler sind selbst aktiv und wirken innerhalb eines spezifischen Netzes inhaltstransformierend. Diesem Gedankengang folgend ist das obige Microsoft-Video ein gutes Beispiel für den Computer als Mittler – “Dear aunt, let’s so double the killer delete select all..”.

Als einführende Bücher in den Latour-Kosmos sind die 2007 erschiene Übersetzung Eine neue Soziologie für eine neue Welt (Link Amazon) und die mit einer kompakten Übersicht ausgestatteten Artikelsammlung ANThology (Link Amazon) zu empfehlen.

Links zum Tutorium in der Woche 5.-11. Mai

Friday, May 2nd, 2008

Diese Woche geht es um Intefaces und folgend nun schonmal ein paar Links zum Einstimmen:

Auf Telepolis gab es vor einigen Wochen einen netten Artikel über intelligente Brillen zu lesen. In der Überschrift wird dem Gadget die Fähigkeit zugesprochen Gedächtnis- und Erkenntniserweiternd zu wirken. Im Tutorium diskutieren wir dazu Michael Friedewalds Artikel Mensch-Computer-Symbiose: Joseph Linklider und die Denkmaschine und versuchen herauszufinden, was Douglas Engelbart meinte als er davon sprach den menschlichen Geist erweitern zu wollen.

Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie der Roboter-Hund zwei Postings weiter unten aber ähnlich creepy ist dieser kleine Terminator-Klon. Nur zu Erinnerung wie das in Terminator 2 anno dazumal ausgesehen hat..

Knight Rider bereichert in einer Neuauflage seit einigen Wochen wieder das US-Fernsehen; die israelische Armee ist hingegen schon etwas weiter und setzt ihre “Knight 2000″ nicht nur vor der Kamera ein – wie dieses Video zeigt.

Zumindest dem Namen nach könnten wir uns durch dieses Gadget die wöchentlichen Tutoriumseinheiten sparen.

Buchtipps

Friday, May 2nd, 2008

Da es in diesem Semester ja vor allem um Mediengeschichte geht, hier einige Vorschläge zur vertiefenden Lektüre:

Zunächst sei hierbei wieder auf Michael Giesecke verwiesen, der ja auch schon in einigen Tutoriumseinheit vorgekommen ist. Vor kurzem ist die “Entdeckung der Kommunikativen Welt” erschienen, in Hinsicht auf Mediengeschichte ist vor allem aber auch “Von den Mythen der Buchkultur zu den Visionen der Informationsgesellschaft” sehr empfehlenswert. Gieseckes Verdienst ist mitunter die konzentrierte Untersuchung des Zusammenspiels von Kommunikation und Gesellschaft, wobei er sich auf Schrift, Buchdruck und den Übergang zu einer digitalen Schriftkultur konzentriert. Link Amazon

Ausführlicher aber noch immer sehr übersichtlich gibt sich das “Handbuch der Mediengeschichte” Link Amazon und Werner Faulstichs zweiteilige Mediengeschichte. Link Amazon

Auch noch eine ganz gute Übersicht liefert Heinz Buddemeiers “Von der Keilschrift zum Cyberspace – Der Mensch und seine Medien”. Angefangen bei der Schrift geht es in der Folge um den Buchdruck, den Telegrafen, die Fotografie, das Telefon über den Film, das Fernsehen den Computer und der Digitalisierung der Medien, bis hin zum Cyberspace und virtuellen Welten. Ist die Rede von den digitalen Medien sind die Beiträge zwar nicht mehr wirklich druckfrisch (erschienen 2001) aber dennoch lesenswert. Link Amazon

Die Geschichte der Vernetzung wird in Frank Hartmanns “Globale Medienkultur – Technik, Geschichte, Theorien” darsgestellt. Unterteilt in drei Abschnitte (Kabel, Wireless und Online) lässt sich hier allerlei wissenswertes über Tiefseekabel, Radiokommunikation und das Internet erfahren. Besonders lesenswert auch die letzten zwei Kapitel Infosphäre und Globales Wissenarchiv. Für das Tutorium außerdem interessesant ist der Abschnitt über Interface-Kommunikation. Link Amazon

Wer sich schon öfters mal Gedanken gemacht hat wie das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine in der Wissenschaft diskutiert wird, für den ist Nina Degeles “Einführung in die Techniksoziologie” ein heißer Tipp. Link Amazon

Links zum Tutorium in der Woche 14.-20. April

Monday, April 14th, 2008

Ein ziemlich interessanter Vortrag steht auf Youtube zum Abruf bereit: The Web that Wasn’t, Teil des Google TecChannels, gibt einen Einblick in die frühen Visionen und Konzepte von Erfindern, die sich mit Ideen und Möglichkeiten wie Wissen vernetzt werden kann auseinandersetzten.

Dann kamen die Zombies: Markus Kavka, vielen bekannt als eloquenter Moderator des deutschen Musikfernsehens, bloggt für die Zeit und hat unlängst einen Artikel mit seinen Top-100-Lieblingsmusikvideos erstellt. Die Videos der Liste sind fein säuberlich mit Youtube verlinkt – der genüsslichen Kulturforschung steht also nichts mehr im Wege.

Paleo-Future hat wieder zugeschlagen: In diesem Beitrag wird ein höchst unterhaltsames Dokument verlinkt. 1963 wurde Spezialisten aus Politik, Militär und Wissenschaft befragt, wie sie sich die Raumfahr im Jahr 2063 vorstellen würden. Die kurzen und teils höchst amüsanten Antworten machen das Ganze lesenswert. Der pdf-Download des Buches ist kostenlos.

Link zur Tutoriumseinheit vom 31.03.08

Tuesday, April 1st, 2008

Die Vorlesung “Digitale Medien” von Jochen Koubek an der Humboldt Universität zu Berlin aus dem Wintersemester 2006/2007 ist hier abrufbar.