Archive for the 'Technikgeschichte' Category

Towards a culture of tapping

Saturday, May 8th, 2010

Chuck Hollis on what the iPad did to his family: http://chucksblog.emc.com/chucks_blog/2010/05/what-ipads-did-to-my-family.html

CES, Macworld und kabellose Stromversorgung

Wednesday, January 7th, 2009

In Las Vegas findet vom 8-11 Jänner die alljährliche Consumer Electronic Show (CES) statt. Doch auch bereits im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung geizen die Hersteller nicht mit Ankündigungen von neuen Produkten und die großen Technologie-Seiten im Netz kommen mit der Berichterstattung kaum nach (siehe z.B. die CES-Rubriken auf Engadget, Gizmodo oder, speziell für Laptop/Netbook Enthusiasten, Notebookmag). Gestern abend fand bereits die Macworld (ohne Steve Jobs und laut Ankündigung zum letzten Mal) statt, konnte aber mangels neuer Gadgets nur wenig begeistern.

Eine technologische Innovation, die auf der CES anhand erster Produkte (Lampen, Lautsprecher, digitale Bilderrahmen) veranschaulicht werden soll, ist die Möglichkeit, Strom kabellos zu übertragen um damit energiebedürftige Produkte zu versorgen. Folgend ein Video, das diese Entwicklung veranschaulicht. Einen längerern Artikel zum Thema hält der Standard bereit.

Zauberhafte Klangmaschinen [veranstaltungshinweis]

Monday, September 22nd, 2008

Gestern wurde eine vielversprechende Ausstellung vom Institut für Medienarchäologie (IMA) in der Kulturfabrik Hainburg eröffnet: Zauberhafte Klangmaschinen

“Die Ausstellung ZAUBERHAFTE KLANGMASCHINEN erzählt die Geschichte und die Geschichten der Klangerzeuger, Klangspeicher und der Klangübertragung. Die groß angelegte Schau erweckt Ariston, Mellotron, Rhythmikon und viele andere zum Teil vergessene Klangmaschinen aus ihrem Dornröschenschlaf und macht sie in einem interaktiven Ausstellungsparcours für Jung und Alt, für Laien und Experten spielerisch erlebbar.

ZAUBERHAFTE KLANGMASCHINEN ist eine Ausstellung wider das Vergessen. Mithilfe der präsentierten Objekte zeichnet das IMA Institut für Medienarchäologie eine exemplarische Geschichte unseres Medienzeitalters nach – unter besonderer Berücksichtigung technischer wie musikalisch-künstlerischer Entwicklungen. Die ausgestellten Objekte bezaubern durch ihre Geschichten, Konstruktionen und die mit ihnen verbundenen Visionen ihrer Erfinder und Benutzer.”

(Quelle: http://www.ima.or.at/klangmaschinen/)

Sicherlich einen Besuch wert!

Die Ausstellung läuft noch bis 19. 4. 2009 in der Kulturfabrik Hainburg, Kulturplatz 1 bzw. Donaulände 33, 2410 Hainburg/Donau. Täglich jeweils von 10-17h. Mehr dazu: http://www.ima.or.at/klangmaschinen/

Large Hadron Rap

Monday, September 15th, 2008

Dieses, von eifrigen CERN-Mitarbeitern entwickelte, Video, erfreute sich, kurz vor dem Start des Teilchenbeschleunigers in der letzten Woche, großer Aufmerksamkeit. Mittlerweile ist das Experiment in Genf, bis auf eine Hacker-Attack, reibungslos angelaufen und der Untergang der Welt muss wohl wieder einmal verschoben werden.

The Trons

Saturday, June 21st, 2008

Normalerweise warne ich immer, wenn es bei einem Video sinnvoll scheint die Boxen vorsichtshalber etwas leiser zu drehen. In diesem Fall gilt aber die gegenteilige Empfehlung: Dreht die Boxen auf und lauscht den Trons. Ham (Gesang und Gitarre), Wiggy (Gitarre), Swamp (Schlagzeug), Fifi (Keyboard) heizen ganz ordentlich ein. Auch eine Myspace-Seite hat die Band bereits. Viel Spaß!

Hologrammtechnologien

Friday, June 13th, 2008

Ende Mai erschien im Standard ein Artikel über die Hologrammtechnologie der Firma Telstra, die sich wohl vor allem durch ihre Fähigkeit zur Live-Übertragung auszeichnet. Youtube hostet ein Video der Telstra-Präsentation. Dieses ist zwar ein wenig undeutlich und nicht sonderlich spannend, fokussiert aber auf den baldigen Einsatz der Technologie, erwartete Marktreife in etwa 4-5 Jahre, in Wirtschaftsbetrieben. Die Telstra-Aussendung dazu findet sich hier.

Telstra verwendet für die Projektion eine Technologie namens Musion Eyeliner, die zwar nicht wirklich dreidimensionale Darstellungen ermöglicht, sondern durch den Einsatz von verschiedenen Folien und Spiegelungstechniken eine optische Illusion erlaubt, wie dieses Video auf der Webseite der Dimensional Studios zeigt. Trotzdem kommt es mitunter zu beeindruckenden Präsentationen. So sorgte das System bereits vor einigen Jahren für Aufsehen, als die Technologie bei den MTV Music Awards 2005 für einen Auftritt der Gorillaz eingesetzt wurde.

Weitere Videos in guter Qualität, die den Einsatz der Hologramm-Technologie zeigen, finden sich hier.

Das jedoch auch die Entwicklung “echter” 3D-Projektionssysteme voranschreitet, zeigt dieser schon etwas ältere Artikel des japanischen National Institute of Advanced industrial Science and Technology (AIST).

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 2

Wednesday, May 28th, 2008

Pioniere der Computerentwicklung und ihre Texte:

1945 wurde im Atlantic Monthly der Text As we may think von Vannevar Bush veröffentlicht. Bush gilt als Vordenker einer analogen Computertechnologie, vor allem sein Konzept für den Memex (kurz für: Memory Extender) konnte sich in das kulturelle Gedächtnis unserer Datenbanken einschreiben.

Der Radartechniker Douglas Engelbart ließ sich, während er in Vietnam stationiert war, von Bushs As we may think inspirieren und arbeitete in der Folge an Konzepten der Mensch-Computer Interaktion. Ähnlich wie Bush sah auch Engelbart die Notwendigkeit, den sich immer schneller weiterentwickelten Komplexitätsgrad von Information und Wissen mit neuen Lösungsansätzen zu begegnen. 1962 fasste Engelbart, dessen Name heute in erster Linie mit der Erfindung der Maus in Verbindung gebracht wird, seine Ansätze in dem Artikel Augmenting Human Intellect: A Conceptual Framework zusammen.

Alan Kay und Adele Goldberg veröffentlichten 1977 als damalige Mitglieder der Learning Research Group des Xerox Parc den Text Personal Dynamic Media (pdf). In dem Aufsatz wird das Interim Dynabook beschrieben, ein für jene Dekade verhältnismäßig kleiner Computer, bei dessen Entwicklung der leicht zu erlernende Umgang durch eine grafische Benutzeroberfläche im Mittelpunkt stand. Aufbauend auf der Programmiersprache Smalltalk schufen Kay und Goldberg eine intuitive Systemumgebung, die selbst von Kindern innerhalb kurzer Zeit zu erlernen war. Auch Apple wurde von den Visionen Kays und Goldbergs bei der Entwicklung des Apple Lisa und des Apple Macintosh beeinflusst.

Eine ausführliche Beschreibung dieser und anderer Wegbereiter der Computer- und Interfacegeschichte findet sich in Michael Friedewalds Der Computer als Werkzeug und Medium (Link Amazon).

Buchtipps

Friday, May 2nd, 2008

Da es in diesem Semester ja vor allem um Mediengeschichte geht, hier einige Vorschläge zur vertiefenden Lektüre:

Zunächst sei hierbei wieder auf Michael Giesecke verwiesen, der ja auch schon in einigen Tutoriumseinheit vorgekommen ist. Vor kurzem ist die “Entdeckung der Kommunikativen Welt” erschienen, in Hinsicht auf Mediengeschichte ist vor allem aber auch “Von den Mythen der Buchkultur zu den Visionen der Informationsgesellschaft” sehr empfehlenswert. Gieseckes Verdienst ist mitunter die konzentrierte Untersuchung des Zusammenspiels von Kommunikation und Gesellschaft, wobei er sich auf Schrift, Buchdruck und den Übergang zu einer digitalen Schriftkultur konzentriert. Link Amazon

Ausführlicher aber noch immer sehr übersichtlich gibt sich das “Handbuch der Mediengeschichte” Link Amazon und Werner Faulstichs zweiteilige Mediengeschichte. Link Amazon

Auch noch eine ganz gute Übersicht liefert Heinz Buddemeiers “Von der Keilschrift zum Cyberspace – Der Mensch und seine Medien”. Angefangen bei der Schrift geht es in der Folge um den Buchdruck, den Telegrafen, die Fotografie, das Telefon über den Film, das Fernsehen den Computer und der Digitalisierung der Medien, bis hin zum Cyberspace und virtuellen Welten. Ist die Rede von den digitalen Medien sind die Beiträge zwar nicht mehr wirklich druckfrisch (erschienen 2001) aber dennoch lesenswert. Link Amazon

Die Geschichte der Vernetzung wird in Frank Hartmanns “Globale Medienkultur – Technik, Geschichte, Theorien” darsgestellt. Unterteilt in drei Abschnitte (Kabel, Wireless und Online) lässt sich hier allerlei wissenswertes über Tiefseekabel, Radiokommunikation und das Internet erfahren. Besonders lesenswert auch die letzten zwei Kapitel Infosphäre und Globales Wissenarchiv. Für das Tutorium außerdem interessesant ist der Abschnitt über Interface-Kommunikation. Link Amazon

Wer sich schon öfters mal Gedanken gemacht hat wie das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine in der Wissenschaft diskutiert wird, für den ist Nina Degeles “Einführung in die Techniksoziologie” ein heißer Tipp. Link Amazon

Geschichte der Typographie [pick]

Wednesday, April 2nd, 2008

Die technische Entwicklung des Buchdrucks von Gutenberg bis heute – Wer den Podcast des Chaos Computer Club (CCC) noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt mal einen Blick riskieren. Folge #80 vom 21.3. bringt dem geneigten Zuhörer innerhalb von nur zwei Stunden alles zwischen Bleisatz und TrueType näher, eine geballte Ladung Information von einem Profi (Der an der Kunstuni Linz studierende Grazer Thomas Maier, u.a. Gestalter des Linz ’09 – Logos).

Auf jeden Fall hörenswert!
Link: http://chaosradio.ccc.de/cre080.html

Tonaufnahmen 1860

Wednesday, April 2nd, 2008

Ach wie ungerecht kann die Geschichtsschreibung sein: 1878 feierte Thomas Alva Edison mit seinem Phonographen auf der Pariser Weltausstellung durschlagende Erfolge. In seinem Schatten ärgerte sich Édouard-Léon Scott de Martinville, dem bereits 1957 mit seinem Phonautographen die ersten Schallaufzeichnungen gelangen. Ungleich Edison war Scott jedoch nicht daran interessiert gewesen, die von ihm aufgezeichneten Töne auch wieder abzuspielen. Sein Anliegen war es stets gewesen, die von den Schweinsborsten auf rußgeschwärztes Papier eingravierten Linien zu verstehen, mit dem Ziel, daraus eine Art Klanggrammatik abzuleiten. Die breite Anerkennung hierfür blieb ihm zu seiner Zeit jedoch versagt.

Nun scheint Scott seinen Platz in den Geschichtsbüchern doch noch zu erhalten: Die Köpfe hinter firstsounds.org hatten die Idee, die Aufnahmen Scotts mit digitaler Technik zu rekonstuieren – was ihnen auch gelang. Die komplette Story mitsamt Klangbeispielen gibt es auf der Website der Zeit nachzulesen. Kleiner Tipp: Die Boxen lieber etwas leiser drehen..