Archive for May, 2008

Master of the Internet

Friday, May 30th, 2008

Ernst Corinth hat in seiner wöchentlichen Videoschau für Telepolis ein Video entdeckt, das nicht weniger in Aussicht stellt als ein “Master of the Internet” zu werden. Dazu passend gibt es in meiner Strasse seit einiger Zeit eine Art Computer-Schule, die zahlungsfreudigen Kunden die Angst vor dem PC nehmen möchte. In WordArt-Schriften erstellte Killer-Slogans wie “Vatertag: Wir nehmen uns Zeit! Wir haben Geduld!”, “Schenken Sie Wissen! Lernen mit Freude und Spaß! In angenehmer Atmossphäre!” und “Gehören Sie einfach dazu und reden Sie mit” hängen im Fenster und konfontieren nichtsahnende Passanten in ihrer fröhlichen Nicht-Digitalisiert-Sein-Wollen-Enklave.

Nachfolger von Windows Vista setzt auf Touch Screen

Thursday, May 29th, 2008

schon 2010 soll Betriebssystem von Windows mit Touch Screen Technologie kommen…

scannen0001.pdf –> ein Artikel aus dem heutigen Standard – NetBusiness Teil.

auf der Internet-Site von derStandard ist sogar ein Video dazu!

Was waren Medien?

Thursday, May 29th, 2008

Irgendwie poste ich dauernd Links auf hörbares, diesmal eine über drei Semester gelaufene Ringvorlesung (WS06/07-WS07/08), die Claus Pias (Lehrstuhl Philosophie der Ditigalen Medien am Institut für Philosophie der Universität Wien) online gestellt hat.

Viele prominente Namen unter den Rednern, u.a. Friedrich Kittler.

Unter dem Titel »Was waren Medien?« beschäftigt sich die Veranstaltung mit der Virulenz der Medien-Frage in historischer, systematischer und methodischer Hinsicht: Warum, wann und wo hatte der Begriff »Medien« in den letzten 25 Jahren Konjunktur? Welche originären Aussagen und Beobachtungen machte er möglich? Inwiefern erweiterte und überschritt die Frage nach Medien die Grenzen der klassischen Disziplinen? Welche unterschiedlichen Institutionen konnten unter dem Titel »Medien« gegründet werden? Und ist »Medienwissenschaft« überhaupt eine Disziplin?

Link:
http://homepage.univie.ac.at/claus.pias/aktuell/WasWarenMedien/WasWarenMedien.html

Neues Weezer Video

Wednesday, May 28th, 2008

Zu gut um es nicht zu posten:

Peter Steinberger hat im digiom Blog das neues Weezer Video entdeckt und im Navigator of Ignorence gepostet. Das Musikvideo ist ein munteres Gathering vergangener Youtube-Stars.

Ähnliches gab es übrigens vor kurzem bei Southpark zu sehen. Eine Sammlung der Youtube-Referenzen in dieser Folge findet sich hier.

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 2

Wednesday, May 28th, 2008

Pioniere der Computerentwicklung und ihre Texte:

1945 wurde im Atlantic Monthly der Text As we may think von Vannevar Bush veröffentlicht. Bush gilt als Vordenker einer analogen Computertechnologie, vor allem sein Konzept für den Memex (kurz für: Memory Extender) konnte sich in das kulturelle Gedächtnis unserer Datenbanken einschreiben.

Der Radartechniker Douglas Engelbart ließ sich, während er in Vietnam stationiert war, von Bushs As we may think inspirieren und arbeitete in der Folge an Konzepten der Mensch-Computer Interaktion. Ähnlich wie Bush sah auch Engelbart die Notwendigkeit, den sich immer schneller weiterentwickelten Komplexitätsgrad von Information und Wissen mit neuen Lösungsansätzen zu begegnen. 1962 fasste Engelbart, dessen Name heute in erster Linie mit der Erfindung der Maus in Verbindung gebracht wird, seine Ansätze in dem Artikel Augmenting Human Intellect: A Conceptual Framework zusammen.

Alan Kay und Adele Goldberg veröffentlichten 1977 als damalige Mitglieder der Learning Research Group des Xerox Parc den Text Personal Dynamic Media (pdf). In dem Aufsatz wird das Interim Dynabook beschrieben, ein für jene Dekade verhältnismäßig kleiner Computer, bei dessen Entwicklung der leicht zu erlernende Umgang durch eine grafische Benutzeroberfläche im Mittelpunkt stand. Aufbauend auf der Programmiersprache Smalltalk schufen Kay und Goldberg eine intuitive Systemumgebung, die selbst von Kindern innerhalb kurzer Zeit zu erlernen war. Auch Apple wurde von den Visionen Kays und Goldbergs bei der Entwicklung des Apple Lisa und des Apple Macintosh beeinflusst.

Eine ausführliche Beschreibung dieser und anderer Wegbereiter der Computer- und Interfacegeschichte findet sich in Michael Friedewalds Der Computer als Werkzeug und Medium (Link Amazon).

Internet-Lynchjustiz und Pranger

Wednesday, May 28th, 2008

Boah… Stoff für eine Dystopie schlechthin

http://www.zoomer.de/news/topthema/china/beschwerde-ueber-zensur/artikel/am-internet-pranger

Nochmals vom Wiimote

Wednesday, May 28th, 2008

Das Holodeck ist in diesem Blog schon drin, aber das Wii-Remote kann mehr! :) Lee presentiert den Poor man’s (multitouch) whiteboard.
(Wieso ist embedding nicht erlaubt?)
Hat jemand, der Wii hat, vl Lust das selber nachzubauen? Ich habe versucht, mit dem mittlerweile erwähnten Laser Tagging Ding zu spielen, das nicht ganz erfolgreich gelaufen hat da mein pointer zu schwach war, also leider keine Photos, doch irgendwie halbwegs ging das und sobald ich einen guten pointer und einen leistungsfähigen Beamer habe werde ich nochmals versuchen.

Links zu den Tutoriumseinheiten 19. – 31. Mai; Part 1

Tuesday, May 27th, 2008

Sprachinterfaces gehören ja mitunter zu den großen Mythen der Interfaceentwicklung – oft versprochen aber immer noch nicht wirklich verbreitet – auch hierzu einige Beispiele: Michael Knight und KITT führen eine muntere Unterhaltung in diesem Knight Rider Ausschnitt – man beachte vor allem die Emotion in der Stimme des Knight Industries 2000. Dr. Louise Chini demonstriert uns dann in einem durchwegs amüsanten Video, wie Spracheingabe in Polizeiautos die Durchsetzung von Recht und Ordnung unterstützt. Abschließend zeigt uns ein bemühter Microsoft-Mitarbeiter, wie einfach es ist einen Brief an die Tante per Spracheingabe zu verfassen.

Bruno Latour unterscheidet im Rahmen der “Akteur-Netzwerk-Theorie” zwischen Akteuren bzw. Aktanten, jeweils bestehend aus Menschen UND Dingen. Weiters trifft der französische Soziologe eine Unterscheidung zwischen einerseits jenen Objekten, die als bloße Zwischenglieder in Erscheinung treten und andererseits Körpern, die als Mittler funktionieren. Zwischenglieder geben den jeweiligen Input unverändert weiter, Mittler sind selbst aktiv und wirken innerhalb eines spezifischen Netzes inhaltstransformierend. Diesem Gedankengang folgend ist das obige Microsoft-Video ein gutes Beispiel für den Computer als Mittler – “Dear aunt, let’s so double the killer delete select all..”.

Als einführende Bücher in den Latour-Kosmos sind die 2007 erschiene Übersetzung Eine neue Soziologie für eine neue Welt (Link Amazon) und die mit einer kompakten Übersicht ausgestatteten Artikelsammlung ANThology (Link Amazon) zu empfehlen.

Utopie, Bildphilosophie und die New Yorker Conference 2007

Tuesday, May 6th, 2008

Rudolf Maresch schreibt in der Suhrkamp Essaysammlung Renaissance der Utopie: Zukunftsfiguren des 21. Jahrhundert (Link Amazon), dass die Speerspitze des gesellschaftlichen Fortschritts und der soziokulturellen Evolution in jüngster Zeit nicht mehr von Schriftstellern, Komponisten und Malern getragen wird, sondern von Technowissenschaftlern: Programmierer, Softwaredesigner und Ingenieure verkörpern heute jenes Denken, das aus der Bahn springt. Utopien und Visionen der Neuzeit werden von anderen Akteuren geschmiedet als dies noch vor wenigen Dekaden der Fall war.

Die New Yorker Conference 2007, die vor etwa einem Jahr unter dem Titel “2012: Stories from the near Future” abgehalten wurde, bestätigt diesen Eindruck. Gaming: 2012, The Web: 2012 und Mobile Technology: 2012 so einige der klingenden Namen der abrufbaren Videos. Auch die anderen Beiträge können nicht umher, demTechnologisierungsgrad den unsere Umwelt mittlerweile erreicht hat Tribut zu zollen. Kollaboratives Handeln und computervermittelte Kommunikation sind hierbei Stichworte – auch bei Themen die eigentlich nicht unmittelbar mit Technik in Verbindung gebracht werden.

Lambert Wiesing unterscheidet in seinem Buch Artifizielle Präsenz (Link Amazon) vier Bildkategorien: Das starre Bildobjekt (Malerei, Fotografie), das Bildobjekt des Films (bewegt aber linear), das frei manipulierbare Bildobjekt der Animation und das interaktive Bild der Simulation. Diese Gliederung ist mit dem Gedanken verbunden, dass das eigentlich Neue an den neuen Medien die Interaktion, die Manipulierbarkeit des Bildes ist. In den virtuellen Realitäten geht es nicht mehr um Verweise, Referenzen und Bezugnahmen, sondern um die Herstellung einer kuriosen Art von Gegenständen – einer neuen Art von Gegenständen. Die artifiziellen Inhalte digitaler Computerinterfaces bekommen ihr eigenes Wesen, ihre eigene Physik und werden auf diesem Wege selbst zu eigenständigen Artifakten, die in ihrer Beschaffenheit über das bloße Abbild hinausreichen.

Welche Bedeutung dies in der Praxis haben kann, zeigt meiner Meinung nach dieses Video in dem Spore Erfinder Will Wright sein Gaming-Konzept vorstellt ganz gut. Es lohnt sich außerdem etwas Geduld zu haben und das Video zur Gänze anzusehen, da gerade auch in der Abschlussdiskussion einige der oben angesprochenen Aspekte auftauchen.

Lustiges Detail zuletzt: Wright verspricht am Ende des Clips, dass Spore noch Ende des Jahre (also Ende 2007) in den Läden stehen wird. Das aktuelle Erscheinungsdatum (Stand Mai 2008) wird derzeit mit September 2008 angegeben.

Links zum Tutorium in der Woche 5.-11. Mai

Friday, May 2nd, 2008

Diese Woche geht es um Intefaces und folgend nun schonmal ein paar Links zum Einstimmen:

Auf Telepolis gab es vor einigen Wochen einen netten Artikel über intelligente Brillen zu lesen. In der Überschrift wird dem Gadget die Fähigkeit zugesprochen Gedächtnis- und Erkenntniserweiternd zu wirken. Im Tutorium diskutieren wir dazu Michael Friedewalds Artikel Mensch-Computer-Symbiose: Joseph Linklider und die Denkmaschine und versuchen herauszufinden, was Douglas Engelbart meinte als er davon sprach den menschlichen Geist erweitern zu wollen.

Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie der Roboter-Hund zwei Postings weiter unten aber ähnlich creepy ist dieser kleine Terminator-Klon. Nur zu Erinnerung wie das in Terminator 2 anno dazumal ausgesehen hat..

Knight Rider bereichert in einer Neuauflage seit einigen Wochen wieder das US-Fernsehen; die israelische Armee ist hingegen schon etwas weiter und setzt ihre “Knight 2000″ nicht nur vor der Kamera ein – wie dieses Video zeigt.

Zumindest dem Namen nach könnten wir uns durch dieses Gadget die wöchentlichen Tutoriumseinheiten sparen.